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renate
 renate
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Die Träne
29. June 2010, 07:05, renate

 

 

Aus Freude netzt sie die Augen

Aus Leid bricht sie das Herz

Als Kunstgriff benutzt sie der Listige

Aber ungeweint zersetzt sie die Seele

 

 

Auf und ab
10. June 2010, 09:57, renate

                                                   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Himmel ist grau und  das Leben laut.

Kein Sinn lässt sich  finden.

Aber dann kommen sie wieder, Farben und  Sinn , denn

Sie wissen ohne uns Menschen können sie nicht bestehen.

 

Das Ungewisse
19. April 2010, 13:21, renate

Seit vorgestern bedroht eine unsichtbare Aschenwolke  fast ganz Europa. Da wir Durschnittsmenschen schon seit längerem gewohnt sind, an die Wissenschaft zu glauben, scheint es uns fast so, als ob wir die Aschenwolke sehen würden. Der Luftverkehr ist über Europa gesperrt worden und für einen Tag war man stumm. Erstaunlich, da gibt es  etwas Unanfechtbares, Naturgwolltes, Respektables. Dann verstrichen die Stunden, die Schonfrist, die unser Verstand dem Unbegreiflichen geben kann und  das  Debattieren geht weiter. Autoritäten werden in Frage gestellt; alle werden zu Vulkanspeialisten, Meteorologen, Flugsicherheitsbeamten oder Flugsicherheitsbeamtinnen, das Radio und Fernsehen verbreitet Meinungen von Fachleuten zusammen mit Hörermeinungen, und im Getümmel von Meinungen bekommen wir in unserem Wohnzimmer das Gefühl, dass auch unser Flugzeug von der Anzeigetafel gestrichen wurde. Dann kontrollieren wir, ob die Aschenwolke über unserem Küchenfenster angekommen ist, und weil da immer noch der blaue Himmel scheint, verstehen wir überhaupt nicht, warum wir heute nicht nach Miami fliegen können.

Ich glaube wir modernen Menschen haben ein grosses Problem mit dem Ungewissen; wer von uns mslern erinnert sich nicht daran, wie uns die Unsicherheit über unsere Krankheit geplagt hat oder noch plagt.. Wenn wir uns durch dieses psychologische Nadelöhr erfolgreich hindurchgefädelt haben dürfen wir uns stolz Dipl.- Stressbewältiger nennen.
Über die Schönheit des Seins
11. February 2010, 11:32, renate

                                                       

 

 

 

 

 

 

Am Anfang stand die Beziehung

 

Das Wölkchen
28. January 2010, 07:42, renate

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute morgen, fast noch Nacht

sah ich durch das Fenster hinaus,

blaugraues Nichts ließ mich erschaudern.

Dann schob sich ein Wölkchen über die Scheibe

und mir wurde bewusst, dass ich noch lebe.

 

 

 

 

 

 

Trotzdem
1. January 2010, 08:23, renate
Geh voran, zeige wie es trotzdem geht mit Freude, Mut und  Neugier.
Frohe Weihnachten
22. December 2009, 16:26, renate

Allen Amseln,  sowohl denjenigen, die  sich hier gütlich tun als auch denjenigen, die dieses Futterhäuschen aufgestellt haben, wünsche ich : Schöne und Geruhsame Feiertage.

Und als kleines Geschenk

http://www.youtube.com/watch?v=Vbg7YoXiKn0

 

Heute
3. December 2009, 07:54, renate

                                     Heute ist Welttag der Behinderte

                                                 Was können wir tun?

                                                  Was sollen wir tun?

                                                  Was wollen wir tun?

Überlegungen aus dem Kokon
1. December 2009, 12:16, renate

Überlegungen aus dem Kokon

Ötzi oder gar Lucy starben, ohne unsere Welt auch nur geahnt zu haben. Wissenschaft und Forschung  haben uns  die Möglichkeit zu immer detaillierteren Erkenntnissen gegeben. So kann das Leben immer einfacher werden. Auch die MS wird geheilt werden. Aber das biologische Leben kann es sich nicht erlauben, die Sterblichkeit abzuschaffen. So werden wir sterben, ob Katholik, römisch-katholischer oder altkatholischer, Protestant, evangelischer oder Anglikaner, Jude -  orthodoxer oder Reformjude, Methodist, Quäker, Mohammedaner, Sunnit oder Sciit, Sufi, Alevit, Zoroastrier, Hindu, Buddist, Sikh oderShintoist.. Auch die Freigläubigen und Ungläubigen werden sterben. Mit MS oder ohne.

Ich wünsche mir eine Welt voller Neugier und Respekt für den anderen und das Andere.

 

Novemberlaune
13. November 2009, 16:48, renate

Die Laune wird im November sehr strapaziert. Unsere Urvorfahren. die Höhlenbewohner, die in nur spärlich ausgeleuchteten Räumen hausten, waren vielleicht keine besonders geselligen Typen. Die schlechte Laune wird sie gezwungen haben urzeitliche Schimpfwörter zu erfinden. Zwischen einem Grunzen und einem Tritt ins Schienbein haben sie dann gelernt das Feuer zu bewahren und die Wände zu bemalen.

Viel Zeit ist seit damals vergangen. Der technologische Fortschritt ist augenscheinlich, auch wenn nicht alle Menschen auf der Welt daran teilhaben. Über das Zusammenleben, hat Norbert Elias ein  Meisterwerk  mit dem Titel: "Über den Prozess der Zivilisation" geschrieben, dessen Hauptthese ich, sehr vereinfacht ausgedrückt, so beschreiben würde: die Empathie, das Sich-an-die-Stelle-des-anderen- denken, ist ein Maßstab des Fortschrittes der Gesellschaft.

Nun gibt es schon viel Literatur darüber, ob der Fortschrittsgedanke noch haltbar ist in unserer so zerbrechlichen Zeit und ich habe diesbezüglich keine ausgereifte Meinung. Sehr klare Gedanken und eine sehr laute Meinung habe ich allerdings in Bezug auf zivilen Rückschritt nd sprachliche Involution. So finde ich den Gebrauch von  kotzen und kacken, so wie es hier geschehen ist, als unangebracht. Derartige Worte können eine poetische Lizenz haben, der hier nicht gegeben ist.

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